Qualifikationsphase Stufe 11/Q1 und Stufe 12/Q2

Allgemeine Angaben

Zuständige Koordinatorin: 
Frau Siebert,  Tel.: 0551/400-5387, email: ohg@goettingen.de

Der Unterricht in den beiden letzten Jahrgängen des Gymnasiums wird nicht im Klassenverband, sondern in Kursen unterrichtet. Die Kurse bzw. Unterrichtsfächer stellt sich jeder Schüler bzw. jede Schülerin selbst zusammen. Bei der Zusammenstellung der eigenen Unterrichtsfächer sind einige Bestimmungen zu beachten. Diese Bestimmungen sind im Folgenden zusammengestellt.

Zunächst müssen alle Schülerinnen und Schüler einen Schwerpunkt wählen, in dem sie dann ihre speziellen Fächer belegen können.

Es gibt folgende fünf Schwerpunkte:

  • den sprachlichen Schwerpunkt (Beispiel)
  • den musisch - künstlerischen Schwerpunkt
  • den gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt
  • den naturwissenschaftlichen Schwerpunkt
  • den sportlichen Schwerpunkt

Welche Fächer zu den verschiedenen Schwerpunkten gehören, geht aus dem Anhang hervor.

Die Kernfächer (Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache) müssen vierstündig in den beiden Jahrgängen der Qualifikationsphase betrieben werden.

Innerhalb des gewählten Schwerpunktes müssen zwei Schwerpunktfächer gewählt werden. Diese beiden Schwerpunktfächer werden vierstündig auf erhöhtem Anforderungsniveau unterrichtet. Die Leistungen in den Schwerpunktfächern gehen mit einer stärkeren Gewichtung in die Abiturnote ein.

Zusätzlich zu den Schwerpunktfächern müssen die Prüfungsfächer gewählt werden. Die beiden Schwerpunktfächer sind automatisch erstes und zweites Prüfungsfach. (Ausnahme siehe gesellschaftswissenschaftlicher Schwerpunkt.) Mit den Prüfungsfächern müssen die drei Aufgabenfelder A, B und C abgedeckt sein. (Aufgabenfelder und Prüfungsfächer siehe Übersicht über das Fächerangebot am Otto-Hahn-Gymnasium".) Schwerpunktfächer und Prüfungsfächer werden für zwei Schuljahre belegt.

Die Ergänzungsfächer, die gewählt werden müssen, gehen aus den Angaben zu den Belegungsverpflichtungen der verschiedenen Schwerpunkte hervor.

Zusätzlich können bzw. müssen noch einige Wahlfächer belegt werden. Ergänzungsfächer und Wahlfächer werden für ein oder zwei Schuljahre belegt.

Schwerpunkte/Schwerpunktfächer

Schwerpunkte
  Sprachlicher Schwerpunkt Musisch-
künstlerischer Schwerpunkt
Gesellschafts-
wissenschaftlicher
Schwerpunkt
Naturwissen-
schaflicher Schwerpunkt
Sportlicher Schwerpunkt
1. Schwerpunkt-
fach
Fortgeführte Fremdsprache Kunst oder Musik Geschichte Naturwissensch. Sport
2. Schwerpunkt-
fach
Fremdsprache od. Deutsch Deutsch oder Mathematik 2. Fach aus dem Aufgabenfeld B Naturwissensch. od. Informatik od. Mathematik Naturwissensch.

Weitere Informationen

Übersicht über das Fächerangebot am OHG

Zuordnung der Fächer zu den Aufgabenfeldern

Aufgaben-
feld
Fach
Wählbar als
Schwer-punktfach
3. Prüfungs
-fach
4. oder 5. Prüfungs-fach
4-stündiges Nicht-
Prüfungsfach
Ergänzungs-
fach, i. d. R. 2-stündig
Wahlfach, 2-stündig
A
Deutsch            
Englisch             
Französisch            
Spanisch ab St. 9            
Spanisch ab St. 11            
Latein            
Russisch            
Italienisch            
Kunst            
Musik            
Darstellendes Spiel     5.Pr.-Fach      
B
Politik-Wirtschaft            
Geschichte            
Erdkunde            
evang. Religion            
kath. Religion            
Werte u. Normen            
Rechtskunde            
Philosophie            
C
Mathematik             
Physik            
Chemie            
Biologie            
Informatik            
  Seminarfach*             
  Sport                

 

 
= nicht wählbar am OHG

 


*
Das Seminarfach ist nicht wählbar. Jede Schülerin bzw. jeder Schüler hat das Seminarfach bei seinem Tutor bzw. seiner Tutorin. Es ist keinem der klassischen Unterrichtsfächer zuzuordnen. Im Seminarfach werden allgemeine Arbeitstechniken, Präsentationsverfahren u. ä. vermittelt. In einem Schulhalbjahr muss im Seminarfach eine Facharbeit geschrieben werden.

Prüfungsfächer/Prüfungskurse

In den Prüfungsfächern müssen Kurse durchgehend in den beiden Jahrgängen der Qualifikationsphase belegt werden. Es können nur solche Fächer als Prüfungskurse gewählt werden, an denen die Schülerin/ der Schüler in der Einführungsphase mindestens ein halbes Jahr am Unterricht teilgenommen hat. Die Prüfungsfächer sind vor Eintritt in die Qualifikationsphase festzulegen, können aber im Fall von P4 und P5 noch bis zum Ende der Q1 getauscht werden (mit Zustimmung der Schule).

 

 

Fächer (Sonderregelung s.u.)

Prüfungskurse

Art der Prüfung

Abitur

 

P1

1. Schwer-punktfach

Prüfungsfächer aus allen Aufgabenfeldern (A, B, C),

2 Prüfungs-fächer aus De, Ma, Fremdspr.

4-stündige Kurse mit erhöhtem Anforderungs-niveau

300-minütige schriftliche Abiturprüfung

in Sport, P1: 240 min. schriftl. + Sportpraxisprüfung

doppelte Wertung aller Halbjahre

 

P1

P2

2. Schwer-punktfach

P2

P3

 

P3

 

P4

 

4- stündige Kurse mit grundlegendem Anforderungs-niveau

220-minütige schriftliche Abiturprüfung

einfache Wertung aller Halbjahre

P4

P5

 

mündliche Abiturprüfung

P5

 

Sonderregelung im gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt:
P1
Geschichte
P2

Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaft oder fortgeführte Fremdsprache

P3

2. Schwerpunktfach (= 2. B-Fach)

 

Sonderregelung Fremdsprache:

Eine Wahlsprache (aus der Sek. I) kann nur dann als P1 bis P3 gewählt werden, wenn ausreichende Noten am Ende der Einführungsphase und des Jahrganges davor erreicht wurden.

Eine in der Eingangsphase neu begonnene Fremdsprache kann nur als P4 oder P5 gewählt werden und nur dann, wenn eine mindestens ausreichende Note am Ende der Eingangsphase vorliegt.

Bei Überspringen der Eingangsphase kann nur eine solche Fremdsprache als P1 bis P3 gewählt werden, die mindestens 4 Jahre in der Sek. I als Wahl- oder Wahlpflichtsprache betrieben wurde.

Belegungsverpflichtung/Einbringungsverpflichtung

Für die Zulassung zum Abitur müssen bestimmte Fächer in der Qualifikationsphase belegt werden (Belegungsverpflichtung). Noten bestimmter Fächer aus der Belegungsverpflichtung werden bei der Berechnung der Abiturnote berücksichtigt, man sagt, sie werden ins Abitur eingebracht (Einbringungsverpflichtung). Die Einbringungsverpflichtungen sind für die verschiedenen Schwerpunkte im Folgenden zusammengestellt.

Zusätzlich zu den Einbringungsverpflichtungen muss jede Schülerin bzw. jeder Schüler

  • 2 zusätzliche Halbjahre das Seminarfach,
  • 4 zusätzliche Halbjahre Sport (... gilt nicht, wenn Sport Prüfungsfach ist.)

betreiben. Die Noten dieser Fächer müssen i. d. R. nicht / können jedoch bei der Abitureinbringungsverpflichtung berücksichtigt werden.

 

Einbringungsverpflichtungen (zum Abitur)

(Die Zensuren der eingebrachten Halbjahre gehen mit in die Abiturnote ein.)

Im Block I müssen folgende Anzahlen an Halbjahren in den jeweiligen Fächern vorkommen. Zusätzlich können weitere Kurse eingebracht werden. Dabei darf die vorgegebene Anzahl von 36 Halbjahren nicht über- oder unterschritten werden.

 

Sprachliches Profil

Musisch-künstleri-sches Profil

Gesellschafts-wissenschaft-liches Profil

Mathematisch-naturwissen-schaftliches Profil

Sportliches Profil

4x Deutsch

4x Deutsch

4x Deutsch

4x Deutsch

4x Deutsch

4x 1. Fremdspr.

4x 1. Fremdspr.

4x 1. Fremdspr.

4x 1. Fremdspr.

4x 1. Fremdspr.

4x 2. Fremdspr.

4x Ku od. Mu (P1)

   

4x Sport

2x Geschichte

2x Geschichte

4x Geschichte

2x Geschichte

2x Geschichte

2x Politik-Wirt.

2x Politik-Wirt.

2x Politik-Wirt.

2x Politik-Wirt.

2x Politik-Wirt.

2x Ku, Mu od. DS

2x Ku, Mu od. DS

2x Ku, Mu od. DS

2x Ku, Mu od. DS

2x Ku, Mu od. DS

2x Rel. od. WN

2x Rel. od. WN

2x Rel. od. WN

2x Rel. od. WN

2x Rel. od. WN

4x Mathematik

4x Mathematik

4x Mathematik

4x Mathematik

4x Mathematik

4x eine

4x eine

4x eine

4x eine

4x eine

Naturwiss.

Naturwiss.

Naturwiss.

Naturwiss.

Naturwiss.

   

2x eine zweite Nat. od Sprache

4x eine zweite Naturwiss.

2x eine zweite Nat. od Sprache

2x Seminar

2x Seminar

2x Seminar

2x Seminar

2x Seminar

2 Halbjahre in der Fremdsprache, die seit der 10. Klasse nachgeholt werden muss.
Überprüfen der Einbringungsverpflichtung

Zum Überprüfen der Einbringungsverpflichtung kann die unten vorbereitete Tabelle genutzt werden.

Alle Einbringungsverpflichtungen (s. o.) müssen dazu in die Tabelle eingetragen werden. Bleiben noch Felder in der Tabelle frei, so müssen zusätzliche Fächer nach freier Wahl dort aufgeführt werden.

Reicht der Platz nicht aus, um alle Halbjahre der Einbringungsverpflichtung dort unterzubringen, so müssen die Prüfungsfächer anders gewählt werden.

 

Block I
(36 Halbjahresergebnisse)

 

Fach

1. Hj. P1

 

2. Hj. P1

 

3. Hj. P1

 

4. Hj. P1

 

1. Hj. P2

 

2. Hj. P2

 

3. Hj. P2

 

4. Hj. P2

 

1. Hj. P3

 

2. Hj. P3

 

3. Hj. P3

 

4. Hj. P3

 

1. Hj. P4

 

2. Hj. P4

 

3. Hj. P4

 

4. Hj. P4

 

1. Hj. P5

 

2. Hj. P5

 

3. Hj. P5

 

4. Hj. P5

 

Seminar

 

Seminar

 
   
   
     
   
Kooperation mit anderen Schulen (Klausurregelung)

Das Otto-Hahn-Gymnasium bietet in der Qualifikationsphase alle fünf möglichen Schwerpunkte an (sprachlich, musisch-künstlerisch, gesellschaftswissenschaftlich, naturwissenschaftlich, sportlich). Innerhalb der Schwerpunkte haben die Schülerinnen und Schüler maximale Wahlfreiheit: Wir bieten z.B. regelmäßig eA-Kurse in Musik und in Informatik an. Dieses große Wahlangebot ist nur durch Kooperation mit sechs weiteren Oberstufen in Göttingen möglich. D.h.: Einige unserer Schülerinnen und Schüler besuchen Unterricht in bestimmten Fächern an anderen Schulen. Dafür unterrichten wir Schülerinnen und Schüler von anderen Schulen in Fächern, die dort nicht angeboten werden. So findet z.B. der einzige Göttinger Musik-eA-Kurs am Otto-Hahn-Gymnasium statt.

Diese Kooperation und Wahlfreiheit hat aber auch ihren Preis: Fällt an einer der kooperierenden Schulen Unterricht durch spezielle Veranstaltungen aus – z.B. durch Projekttage, Fahrten usw. – so sind automatisch alle anderen Schulen mit betroffen. Um die Unterrichtsstörungen durch derartige Veranstaltungen gering zu halten, sind regelmäßige Absprachen zwischen den Oberstufenkoordinatoren notwendig. Insbesondere müssen Klausurpläne für alle Schulen gemeinsam festgelegt werden und sind dann nicht mehr durch eine einzelne Schule zu verändern.

Seminarfach, Tutoren

Das Seminarfach ist an das eA-Fach (1. bis 3. Prüfungsfach) eines jeden Schülers gebunden, das auf der Zeitleiste „EA 1“ liegt. Der Seminarfachlehrer ist automatisch Tutor der Schülerin bzw. des Schülers.

Die Schülerinnen und Schüler wählen sich ihren Seminarfachlehrer und Tutor aus einem Angebot von Lehrerinnen und Lehrern. Diesem Schülerwunsch wird möglichst entsprochen. Dieses ist aber nicht immer möglich.

Soll ich nach der 10. Klasse ein allgemeinbildendes Gymnasium besuchen?

Ja,

  • wenn bei dir noch keine spezielle Begabung oder ein spezielles Interesse für einen beruflichen Tätigkeitsbereich erkennbar ist (z.B. Wirtschaft, Technik, Gesundheitswesen, Sozialwesen, Hotelfach);
  • wenn klar erkennbar ist, dass bei dir eine musische Begabung vorliegt; in Klasse 10/11/12 wird am Gymnasium Darstellendes Spiel angeboten, in 11/12 Musik und Kunst als Schwerpunktfächer); es gibt außerdem noch Musik-Bands/ Theater-Ags;
  • wenn du Sport im Abitur als Prüfungsfach wählen möchtest (mit einem naturwissenschaftlichen Schwerpunktfach gekoppelt);
  • wenn du in der Oberstufe das sprachliche Profil wählen möchtest ( z.B. mit der  Kombination Englisch/ Deutsch oder Englisch/ Französisch als Schwerpunktfächer);
  • wenn deine Fähigkeiten im Fach Deutsch gut ausgebildet sind, d.h. du beteiligst dich aktiv am Unterricht, hast Interesse an Literatur und sonstigen Texten, zeigst eine gute schriftliche Ausdrucksfähigkeit; hast Freude am Schreiben/ Interpretieren/ Diskutieren/ Abwägen;
  • wenn du keine Angst hast, dich über längere Zeit mit abstrakten Inhalten (und nicht mit konkreten Anwendungen) zu beschäftigen; dies bedeutet z.T., lange Texte mit vielen Fremdwörtern zu lesen/ Wörter nachzuschlagen und sich den Inhalt Schritt für Schritt zu erarbeiten; dies ist z.B. in Klasse 11/12 im gesellschaftswissenschaftlichen Profil gefordert (Geschichte/Deutsch als vorgeschriebene Schwerpunktfächer);
  • wenn du keine Bedenken hast, dich in einem bereits existierenden Jahrgang neu zu integrieren und mit meist ein Jahr jüngeren Mitschülern/Mitschülerinnen auf Augenhöhe zusammen zu arbeiten
Fachhochschulreife - Überprüfung des schulischen Teils
Informationen zum allgemeinbildenden Gymnasium
  • Funktion der 10. Klasse (Brücke, Vorbereitung auf Arbeit in Qualifikationsstufe, Aufholen von Kenntnisdefiziten, Kennen lernen von neuen Arbeitsweisen, von neuen Fächern, von wissenschaftlichen Methoden; Erkennen von möglichen Schwerpunkten für 11/12
  • Wiederholung der 10. Klasse für Realschüler/innen vorgeschrieben;
  • Voraussetzung zum Eintritt in die Kl. 10 des Gymnasiums: für Realschüler/innen der Erweiterte Sekundarabschluss;
  • Anmeldeverfahren : Termin im Februar; Auswahl nach Noten, Noten in SV/AV; regionale Zwänge; Schulkooperationen;
    Zusagen/ Absagen bis Ostern; Warteliste; nur begrenzte Anzahl von Plätzen;  im Sommer noch ggf. Nachrücken möglich, wenn Schüler/innen der 9.Klasse nicht in die Kl. 10 versetzt werden;
  • Besonderheiten der Einführungsphase: Stundentafel (Stundenzahl), 14 Fächer
  • Versetzung am Ende der Klasse 10 (nur eine 5 erlaubt, bei 2 Fünfen müssen deide mangelhafte Leistungen ausgeglichen werden), Hauptfächer können nur untereinander ausgeglichen werden;
  • Förderunterricht (z.B. Mathematik für schwache Schüler/innen) wird z.T. angeboten; eine Deutsch-„Methodenstunde“ pro Woche;
  • Berufspraktikum in Klasse 10 , davor 2 Projekttage Berufsorientierung
  • Austausche
  • neue Wahlpflichtfächer wie Philosophie, Informatik, Darstellendes Spiel, Sporttheorie
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