Das Herausforderungsprojekt für die 8. Klassen

Im Juli 2014 nahmen zum ersten Mal alle 8. Klässler des OHG an einem Herausforderungsprojekt teil. Auch in diesem Jahr  findet für alle 8. Klässler das Projekt statt. Folgende übergreifende Ziele verfolgen wir mit diesem Projekt:

Wir reagieren mit dem Projekt darauf bzw. greifen auf, dass die Schülerinnen und Schüler …

  • in der Pubertät massive hormonelle und neurologische Veränderungen durchleben, die ein rein intellektuelles schulisches Lernen ungeeignet erscheinen lassen (Der Lernzuwachs durch herkömmlichen Unterricht ist in dieser Zeit oft kaum der Rede wert.)
  • in dieser Zeit geradezu Herausforderungen (gerade auch körperlicher Art) suchen
  • immer wieder Gelegenheit suchen und brauchen, „etwas zu erfahren, was unter die Haut geht, was sie berührt und begeistert“ (Gerald Hüther)
  • ermutigende Erfahrungen brauchen „mit dem, was das Gemeinwesen ausmacht, Aufgaben, […] deren Erfüllung befriedigt, einen Anstoß zum Verlassen ausgetretener Bahnen, auf denen weder Sinn noch Sicherheit zu finden ist. (Hartmut von Hentig)

Ziele, die mit dem Herausforderungsprojekt erreicht werden sollen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • setzen sich selbst herausfordernde, aber realistische Ziele
  • entwickeln Eigeninitiative und Eigenverantwortung in der Planung und Durchführung ihres Projekts
  • entdecken neue Interessensgebiete und erweitern ihren Horizont
  • erfahren, welche Potentiale in ihnen stecken à Stärkung des Selbstbewusstseins, des Selbstvertrauens, Selbständigkeit und des Selbstwertgefühls (u.a. über die erfahrene Anerkennung, Ermutigung, Würdigung und Wertschätzung – auch im Falle des Scheiterns)
  • entdecken und entwickeln ihr Gemeinschaftsgefühl
  • machen die nützliche Erfahrung, in der Gemeinschaft und in der Gesellschaft nützlich zu sein (Selbstwirksamkeitserfahrung)
  • erfahren, testen (und überschreiten) ihre bisherigen intellektuellen, körperlichen und emotionalen Leistungsgrenzen
  • erfahren und erproben ihre eigene Identität
  • sammeln (über-)lebenspraktische Erfahrungen

Das Projekt stärkt außerdem …

  • das Verantwortungsbewusstsein (für das eigene Tun und Handeln) und die Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler
  • die Anstrengungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler
  • die innere Balance und Stabilität der Schülerinnen und Schüler

Das Projekt erfordert …

  • Mut (auch zum Scheitern)
Herausforderungsprojekt 2016

Eindrucksvolle Präsentation aller Projektgruppen

Am Freitag, dem 19.08.2016 stellten die Schüler/innen aller achten Klassen ihre Herausforderungsprojekte vor.

Zunächst stellten jeweils zwei Schüler/innen kurz ihr Projekt vor. Bereits an dieser Stelle wurde deutlich, wie facettenreich die Themen der Projekte waren. Den musikalischen Rahmen gestaltete die Gruppe der Straßenmusiker mit ihrer eindrucksvollen musikalischen Darbietung.

Mit viel Mühe und  Einfallsreichtum wurden die jeweiligen Räume der Projekte gestaltet und warteten mit jeder Menge an Informationen für die interessierten Besucher/innen auf. So wurden Filme und Fotos gezeigt, Schwierigkeiten benannt, Gespräche geführt,......

Deutlich wurde bei allen Projekten, dass Schwierigkeiten bei der Planung, Organisation, Gruppenfindung und Durchführung überwunden werden mussten. Wie Frau Engels in ihrer kurzen Ansprache bemerkte: "Man muss sich auch mal durchbeißen, um zum Ziel zu kommen."  Wenn am Ende dann die erfolgreiche Durchführung steht, dann lohnt sich das Durchbeißen. Bei der Präsentation sah man jedenfalls in viele stolze und glückliche Gesichter.

Die Projektgruppen

Asphaltcowboys - eine Longboardtour

Die Longboarder sind gemeinsam mit Herrn Böning auf ca. 200km von Mainz bis Köln entlang des Rheins gefahren. Etappenziele waren dabei Bingen, Boppard, Koblenz, Remagen, Bonn und schließlich Köln. Begleitet von 3 Fahrrädern haben wir mit 6 Longboards jeweils Etappenlängen um die 40km gemeistert.

 

Fahrradtour Usedom (Polen)

Eine besondere Er-„fahrung“: Neun Tage unterwegs auf zwei Rädern (Usedom)

Im Herausforderungsprojekt Fahrradtour sind wir vom 8.-16. August 2016 nach Usedom geradelt. 

Unsere größte Herausforderung war jedoch nicht das Fahrradfahren, sondern dass wir alle als Gruppe zusammenhalten und gemeinsam am Ziel ankommen.

 

Fahrradtour Husum

In unserem Herausforderungsprojekt radelten wir mit Frau Pabst, Frau Klapprodt und Herrn Borschel in 9 Tagen ca. 600 km über Hamburg nach Husum.

Unsere Planung bestand darin, dass wir uns für Husum als Ziel entschieden und die Strecke in verschiedene Abschnitte einteilten, die in Zweierteams geplant wurden (z.B. Routen, Unterkunft, Essen und Aktivitäten).

Alle Unterkünfte wurden von Gemeinden bereitgestellt, wo wir kostenlos auf Isomatten und im Schlafsack übernachten konnten. Dadurch konnten wir mit rund 9 Euro pro Person pro Tag haushalten und in den oft vorhandenen Küchen zusammen kochen. Am Ende verblieben sogar noch 200 Euro, die dem SOS Kinderdorf gespendet werden sollen.

Die Herausforderungen, die uns vor und während der Tour begegneten, betraf die Organisation und Planung, dem finanziellen Wirtschaften, Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen auf der Etappe (einige platte Reifen und schwierige Etappen) und dem Fahren im Team während der Tour.

 

 

Kanutour Weser

Es wurde  eine Tour auf der Weser von Hann. Münden bis Porta Westfalica geplant und durchgeführt. Die 200 km lange Strecke wurde in 7 Paddeltagen mit Booten zurückgelegt, die von der VGF Göttingen zur Verfügung gestellt wurden.

Besondere Herausforderungen waren die Übernachtungen in Zelten auch bei nicht optimalen Wetterverhältnissen und die Versorgung der Gruppe mit Mahlzeiten, die auf zwei Campingkochen zubereitet werden mussten.

Es hat allen Teilnehmern viel Spaß gemacht!

 

Kanutour Peene

Wir waren eine Gruppe aus zwölf Schülern und zwei Betreuern, die eine Paddeltour auf dem Fluss Peene in Mecklenburg-Vorpommern unternommen haben.

Am Dienstag, dem 09.08.2016 ging es los. Das Busunternehmen Rizor sponserte uns die Fahrt zur Peene, was uns das Projekt erst ermöglichte. Der Tagesablauf ähnelte sich jeden Tag: Morgens standen wir auf, manchmal sogar nach einer Nacht unter freiem Himmel, danach frühstückten wir gemütlich Müsli, verstauten unser Gepäck und unsere Zelte in den Booten und paddelten zum nächsten Wasserwanderrastplatz. Während der Fahrt gab es Brote zum Mittagessen.

Nach unserer Ankunft bauten wir wieder unsere Zelte auf und kochten unser Abendessen in Campingkochern. Das Essen war an verschiedenen Tagen mehr oder weniger gut. Anschließend spielten wir am Lagerfeuer Werwolf und gingen schlafen. Am Mittwoch, dem 17.08.2016 fuhren wir mit einem Bus von Rizor wieder nach Hause.

Die größten Flops waren das Essen am ersten Tag, ein Schleim,der Nudeln mit Tomatensoße darstellen sollte und das Plumpsklo am dritten Tag.

Die größten Tops waren der Tag, an dem wir die Hälfte der Strecke von einem Motorboot gezogen wurden und das Pizzabestellen am letzten Tag.

Wandern auf dem Hexenstieg im Harz

Unsere Herausforderung war das Wandern über den Harzer-Hexenstieg.

Die Route verläuft von Osterode bis nach Thale und bildet dabei eine Strecke von rund 90 Kilometern. Der Brocken war  mit 1142 Metern die größte Herausforderung. Wir hatten sechs Tage Zeit, diese Strecke - mit einem ca 8 Kg schweren Rucksack auf dem Rücken - zu meistern und haben dabei in Jugendherbergen und Pensionen übernachtet.

Anfangs waren es um die 15-18 Kilometer pro Tag, doch die Länge der Strecke steigerte sich bis auf 21 Kilometer. Uns wurde schnell klar, dass Wandern eine echte Herausforderung ist, denn die Schmerzen blieben nach den ersten Tagen niemandem erspart und auch das Wetter spielte nicht immer ganz mit.

Wir haben uns aber gegenseitig motiviert und gut zugesprochen, sodass wir immer unser nächstes Ziel erreichten. Von Tag zu Tag ist unser Teamgeist gewachsen und wir haben erkannt, dass Wandern nichts für schwache Nerven ist.

 

Ein Survivaltraining durchführen

Die Survival Gruppe hat zunächst vier Tage im Harz verlebt. Zwei Nächte haben wir in einer Forsthütte ohne Strom, ohne fließend Wasser mit Plumpsklo im Wald verbracht, bevor wir die dritte Nacht - übrigens die kälteste seit Aufzeichnung der Temperaturen im Harz im August: 3°!!! - biwakierten. Keine/r ist erfroren! Tagsüber haben wir einen sehr alten Bergstollen erkundet, sind geklettert, haben versucht uns über Karten ohne Navi zu orientieren,.....

Die restlichen vier Tage haben wir wandernd, geo-cachend und Spuren suchend im Wald verbracht.

"Ich erzähl euch was" – Ein Buch schreiben

Wir haben zwei Wochen damit verbracht sieben Werke zu schreiben, mit den Titeln: New life, Auf der Suche nach Freiheit, Das Geheimnis das Steins, Rache, lucum ferunt - der Lichtbringer, Beste Feindinnen und Written - Briefe der Erinnerung.
 
Wir haben das Projekt gewählt, weil wir unsere Fantasie ausleben wollten und uns dafür interessiert haben heraus zu finden, wie es ist, sich in die Rolle eines Autors hineinzuversetzen.
 
Die Herausforderung bestand darin diszipliniert und konzentriert zu bleiben und die Ziet richtig einzuteilen.

Leben und Arbeiten auf der Alm

 

 

Als Straßenmusiker unterwegs

Die Gruppe hat ihr Ziel erreicht sich vollständig selbst zu finanzieren und konnte sogar noch 877€ spenden.

Die positiven Erwartungen der Schülerinnen wurden noch übertroffen!

 

Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 13.08.2016

Mit Flüchtlingen Sport treiben und kochen

 

 

Umweltprojekt

 

 

Klein-Einstein - sich einer intellektuellen Herausforderung stellen

Wir (Marlon Nachsel, Thomas Feichtinger) haben in unserem Projekt Astrophysik mit unseren Teleskopen viele Beobachtungen und Fotos gemacht sowie anhand der Kepler-Satelliten-Daten ein neues Doppelsternsystem entdeckt.

Wir setzen das ganze in der Astro AG "Die Sterne stehen richtig" weiter fort und sie wird donnerstags 9./10. in D20 statt finden. 

 

Liste der Herausforderungen 2016

  1. Asphaltcowboys - eine Longboardtour planen und ausprobieren
  2. Eine besondere Er-„fahrung“: Neun Tage unterwegs auf zwei Rädern
  3. Paddeln - eine Kanutour planen und durchführen
  4. Nur wo Du zu Fuß warst, warst Du wirklich: – Eine mehrtägige Wander-Tour im Nahbereich
  5. Nur die Harten kommen in den Garten – ein Survivaltraining durchführen
  6. Klein Hollywood: Wir drehen unseren eigenen Film
  7. „Ich erzähl euch was“ – Ein Buch schreiben
  8. Raus auf´s Land! – Leben und Arbeiten auf der Alm oder dem Bauernhof oder Leben als Schäfer
  9. Leben und Arbeiten im Kloster
  10. Als Straßenmusiker unterwegs
  11. Leben wie im Mittelalter
  12. Echte Begegnungen schaffen - Mit Flüchtlingen Sport treiben und kochen
  13. Klimawandel, Müllberge, ..... und nun?- eine Umweltorganisation unterstützen oder ein eigenes Projekt entwickeln
  14. Klein-Einstein - sich einer intellektuellen Herausforderung stellen

 

Coaching-Seminar


Die Projektbegleiterinnen und Begleiter beim Coaching-Seminar am 22.1.2016

Herausforderungsprojekt 2015

Das Herausforderungsprojekt 2015

Herausforderungsprojekt 2015 endet mit Präsentation der Ergebnisse

Am Dienstag, den 21.07.2015 stellten die Schüler/innen aller achten Klassen ihre Herausforderungsprojekte vor.

Zunächst stellten jeweils zwei Schüler/innen kurz ihr Projekt vor. Bereits an dieser Stelle wurde deutlich, wie facettenreich die Themen der Projekte waren. Den feierlichen Rahmen gestalteten Rebekka, Jana und Leona (alle aus der 9m)mit ihrer einfühlsamen musikalischen Darbietung.

Mit viel Mühe und  Einfallsreichtum wurden die jeweiligen Räume der Projekte gestaltet und warteten mit jeder Menge an Informationen für die interessierten Besucher/innen auf. So wurden Filme und Photos gezeigt, Schwierigkeiten benannt, die Möglichkeit gegeben sich auf dem Longboard zu probieren, Strecken, die per Rad, Longboard oder Fuß absolviert wurden, auf Plakaten dargestellt, Würstchen auf dem neu erbauten Grill gebrutzelt, Gespräche geführt,......

Deutlich wurde bei allen Projekten, dass Schwierigkeiten bei der Planung, Organisation, Gruppenfindung und Durchführung überwunden werden mussten. Wie Frau Engels in ihrer kurzen Ansprache bemerkte: "Man muss sich auch mal durchbeißen, um zum Ziel zu kommen."  Wenn am Ende dann die erfolgreiche Durchführung steht, dann lohnt sich das Durchbeißen. Gestern bei der Präsentation sah man jedenfalls in viele stolze und glückliche Gesichter.

Die Projektgruppen

 

Wo selbst das Scheitern hilft - Artikel "CHARAKTER" (Sept. 2015)

CHARAKTER - Das Gesellschaftsmagazin für Südniedersachsen (Sept. 2015)

Alpenüberquerung - eine besondere Herausforderung (22.07.2015)

... eine besondere Herausforderung!

Mit dabei:

Celien Knauf, Marcel Dada, Marlon Nachsel, Niklas Heise, Henri Marienhagen, Johannes Jahn, Gabriel Hundeshagen, Valentin Krause, Arne Neitzel, Nuri Moschner, Dana Robowski, Laura Jersch, Jan Godzik, Maike Wiehl, Johanna Send, Benjamin Wedekind, Vanesa Bopp

1. Tag

Los ging´s in bester Stimmung am 7.7. 2015 um 7:02 am Göttinger Bahnhof, mit dem Zug in Richtung Alpen. Nach langer Anreise kamen wir endlich in Oberstdorf an. Von dort fuhren wir mit dem Bus nach Spielmannsau. Hier sind wir losgewandert! Mit Blick auf die Berge wanderten wir die erste Etappe des Fernwanderweg E 5.

Der Tag war sehr heiß und schwül und der Weg durch die grünen Hügel brachte uns trotz der erfrischenden Quellen ordentlich zum Schwitzen. Nach Drei Stunden erschien plötzlich rechts oben die ersehnte „Kemptner Hütte“. Die ersten 800 Höhenmeter geschafft!! Nach Kalte Duschen und Bettenlager hatten wir uns wirklich verdient. Nach ausgiebigem Abendessen wurde wie bei allen Hütten Pflicht um 22 Uhr die Bettruhe eingeläutet, denn am nächsten Tag hieß es früh aufstehen.

2. Tag

Um 5 Uhr 30 regten sich die ersten müden Knochen. Um 6 Uhr 45 war Aufbruch. Nach einem spektakulären Gewitter in der Nacht, welches die Fensterläden zum klappern brachte, war die Landschaft zunächst noch in Nebelschwaden gehüllt. Wir überquerten das „Mädeljoch“ und damit die Grenze zu Österreich. Anschließend ging es steil bergab ins Lechtal nach Holzgau. Unser Weg führte uns hierbei in schwindelerregender Höhe, eine 200,5 m lange und wackelige Hängebrücke über die Höhenbachschlucht. Kurz danach zogen Wolken auf.

Im Post-Taxi von Holzgau zur Lastenstation in Madau konnten wir glücklicherweise die ersten Tropfen überbrücken doch bald waren wir eine triefend bunte Regenpontscho-Gruppe. Bei Gewitter ging es zunächst viele Höhenmeter hoch. Nach ca. drei Stunden Aufstieg erreichten wir durchweicht endlich die schützende „Memminger Hütte“ auf 2242 m Höhe. Wir trockneten unsere Sachen so gut es ging im dampfenden Trockenraum und an jedem Nagel den wir finden konnten. Dann verspeisten wir erst mal eine große Portion mit Essen, u.a. Kaiserschmarrn, zur Kräftigung.

3. Tag

Bewölkt aber immerhin Trocken starteten wir um 6 Uhr 30 mit Frühstück in den Tag. Bei kaltem Wind stiegen wir auf dem Geröll steil bergan zur Seescharte, einem schmalen Durchstieg auf 2599 m Höhe, oben im Bergsattel. Ein letzter Blick zurück zur „Memminger Hütte“ und ein schier endlos erscheinender viereinhalb stündiger Abstieg konnte beginnen. Auf dem Weg besserte sich das Wetter zu unseren Gunsten und das ausgegebene Eis in Zams schmeckte prächtig. Ab hier wurden die durch den steilen Abstieg müden Oberschenkel glücklicherweise durch die anstehende Gondelfahrt zur „Venet-Gipfelhütte“ geschont. Es erwartete uns- kaum zu glauben- eine endlos lange heiße Dusche und obendrein flauschige Frotteehandtücher!

4. Tag

Start 7 Uhr mit Frühstücksbuffet. Die Wanderung startete mit Sonnenschein über den lieblichen „Panoramaweg“. Vorbei an Wiesen und Wäldern wanderten wir nach Wenns. Dort aßen wir ein Eis und fuhren mit dem Bus zum Mittelberg. Nachdem wir unsere Rucksäcke in der Materialseilbahn verstaut hatten begann für unsere Rücken der „leichteste“ Teil der Wanderung. In zwei Gruppen geteilt begann der steile und felsige Aufstieg zur „Braunschweiger Hütte“ und wohl einer der eindrucksvollsten Etappen. Hier ist gut Trittsicherheit gefragt. Die Aussicht vom Klettersteig auf den tosend wilden Gebirgsbach und auf den Ausläufer des Gletschers war atemberaubend. Nachdem wir uns bei einem „gespritzen Johann“ (Johannisbeersaft-Schorle) auf der sonnenbeschienen Terrasse erfrischt hatten bezogen wir auf 2758 m Höhe Quartier im sogenannten Winterlager der Hütte.

5. Tag

Nach dem gemeinsamen um 6 Uhr Frühstück - das Packen der vielen in Zipp-Tüten gepackten Kleidungsstücke war inzwischen ein Klacks- starteten wir den felsigen, einstündigen Aufstieg zum Pitztaler Jöchl (2996 m) und damit dem höchsten Punkt unserer Wanderung. Von da aus hatten wir einen großartigen Blick auf die benachbarten Gletscher des Pitztal. Nachdem wir den Kamm am Abgrund überquert hatten fing der lange Abstieg nach Zwieselstein an. Zur Überquerung eines glitschigen Schneefeldes mussten wir unsere Stöcke benutzten und die Fersen fest in den Schnee rammen, da wir sonst im Schnee gelegen hätten.

Anschließend folgte die Ötztaler Skipiste, wo auch Weltcups im alpinen Bereich ausgetragen werden. Darauf folgten viele grüne Almen und viele kleine Pausen, da es an diesem Tag sehr heiß war. Kurz vor Zwieselstein erreichten wir einen urig bewachsenen Fichtenwald, wo wir uns abkühlen konnten. Nach einem intensiven, anstrengenden, neunstündigen Abstieg haben wir endlich das am Fluss Gurgler gelegene Dorf Zwieselstein erreicht, wo wir in einer Selbstversorgerhütte übernachtet haben.

6. Tag

Der Tag startete um 6:15 Uhr mit einem leckeren selbst zubereiten Frühstück. Pünktlich um 7:00 Uhr begann der drei-stündigen Aufstieg zum Timmelsjoch (2509 m). Dieser Teil der Strecke war ziemlich überlaufen. Auf den grünen Wiesen gab es unzählige Kühe und eine laute Straße störte beim Aufstieg. Am Timmelsjoch angekommen machten wir eine große Pause um die Kräfte zu stärken. Um die Ländergrenzen am Timmelsjoch zu symbolisieren, gibt es zwischen dem Grenzstein einen österreichischen und einen italienischen Stuhl.

Anschließend folgte ein fünf-stündiger endlos langer Abstieg nach Italien, über saftige Kräuterwiesen, der auf Grund der Hitze sehr anstrengend war. Wir waren alle erleichtert, als wir in Moos endlich das „Cafe Maria“ erreicht hatten, wo wir sehr freundlich mit Wassermelonen empfangen wurden. Zum Abendessen gab es natürlich original italienische Pizza. Die vielen herumsurrenden Wespen und Fliegen wurden freundlichst des Aschenbechers verwiesen.

7. Tag

Wir sind am Morgen des 7. Tages um 8:26 Uhr mit dem Bus erst nach St. Leonhard und dann umgestiegen und mit den Bus nach St. Martin gefahren. Unser Ziel war die „Hirzer Hütte“. Das Wetter war überwiegend bewölkt, jedoch kam die Sonne auch ab und zu raus. Wir stiegen bis zur „Pfandler Alm“. Auf dem Weg passierten wir die Hütte des Andreas Hofer (tiroler Freiheitskämpfer um 1809). Anschließend teilten wir die Gruppe in eine schnelle und eine gemütliche Gruppe auf. Die schnelle Gruppe ging sportlichst und fast ohne Pause zur „Hirzer- Hütte“. Die gemütliche Gruppe pausierte noch etwas länger an einer Alm wo alle eine leckere Buttermilch tranken und es sich gut gehen ließen. 8. Tag Um 8:00 gab es Frühstück mit dem besten Kakao der Wanderung! Danach sind wir ca. fünzehn Minuten gewandert um mit der Hirzer Seilbahn zum Fuß des Berges runterzufahren.

Heute war die letzte Etappe unserer Tour und Meran schon fast fassbar. Auf dem „Waalweg“ (Waal = alter künstlicher Bewässerungslauf) wanderten wir unserem Ziel entgegen. Entlang des Wegs gab es unzählige Obstplantagen mit z.B. Kiwis, Äpfel oder Weintrauben. Nach 2 Stunden schon erblickten wir Meran unser Endziel. YEAH, geschafft!!! In Meran an der Postbrücke legten wir unsere Rucksäcke neben einem kleinen Eisladen ab und das Geburtstagskind Dana gab allen zwei Kugeln Eis aus. Nach drei Stunden Aufenthalt in der mediterranen Stadt machten wir uns auf den Weg zur Jugendherberge nach Brixen, unserer letzten Übernachtung.

Auf dem Marktplatz der kleinen Südtiroler Stadt ließen wir den Abend mit einem gemeinsamen Rückblick auf die erlebnisreiche Wanderung ausklingen. Es waren sich alle einig: die Tour war ein tolles Erlebnis mit einer Menge toller Erfahrungen! Bei der Überwindung von mehreren tausend (Höhen-) Kilometern konnten wir eigene körperlichen Grenzen kennenlernen und diese verschieben. Auch haben wir bewiesen das mit Engagement (u.a. um die nötigen Euros zusammenzubekommen), guter Organisation und Anstrengungsbereitschaft so einiges zu meistern ist.

Zusammen im Team haben wir etwas geschafft, was man nicht alleine schaffen würde!

NDR 1 Radio berichtet über das HfP (02.07.2015)

Am 2. Juli hat  Anja Westphal vom NDR1 mit Ü-Wagen das Otto-Hahn Gymnasium besucht und im Zuge der Reihe "Anja wills wissen!" über das Herausforderungsprojekt am OHG berichtet.

Wer Lust hat, kann sich die beiden Beiträge, die am 02.07.2015 (live) auf NDR 1 liefen, hier noch einmal anhören. Viel Spaß dabei!

"Anja wills wissen": Teil 1

"Anja wills wissen": Teil 2

Verbesserungsmaßnahmen für das Herausforderungsprojekt 2015

Für die Begleiter/innen:

  • Angebot eines Workshops für Begleiter/innen am 16.01.2014 im DLR
  • Reader für Begleiter/innen mit Tipps, Versicherungsfragen, Formbriefen,....
  • Ein Reader mit Arbeitsformen/Spielen, die insbesondere zu Beginn der Vorbereitung helfen können, eine "echte" Gruppe zu werden
  • Achtsame Auswahl der Projekte mit deutlich erkennbaren Zielvorstellungen
  • Hilfestellung durch Begleiter/innen und Teilnehmer/innen des letzten Durchganges

Für die Schüler/innen:

  • SuS werden in der nächsten Woche durch Studierende (Seminar von Frau Dr. Forkmann) auf die Wahl vorbereitet (Was ist überhaupt eine Herausforderung? Was fällt mir leicht? Was fällt mir schwer? Was könnte herausfordernd für mich sein?)
  • Vorgespräche vor der endgültigen Wahl finden für besonders aufwendige Projekte statt (bspw.: Alpenüberquerung, Long-Board-Tour, Klosterprojekt)
  • Studierende kommen bei Bedarf in die Gruppen und helfen bei Fragen/Problemen. Beispiel: Wie schreibt man einen potenziellen Sponsor an? Wie führe ich Telefonate zielführend und kompetent? Wie vertrete ich meine Interesen? Wie können wir uns gemeinsam auf ein Ziel einigen? ....
  • Die "ehemaligen" (jetzigen 9. Klässler) stehen mit Rat, Tat und Ideen zur Seite
  •  SuS sollen/dürfen ihren Neigungen und Wünschen entsprechend wählen. In besonderen Fällen (Beispiel: Höchstanzahl der SuS für das Projekt ist erreicht) werden Einzelgespräche geführt

Für die Eltern:

  • sehr früh  wird es im Februar einen zentral organisierten Elternabend geben mit einem allgemeinen Infoteil für alle Eltern, um dann in den jeweiligen Projektgruppen zu informieren
  • Die Eltern werden auf den Wahlbögen, die sie unterschreiben, bereits ausführlicher über mögliche Kosten und besondere Bedingungen der Projekte informiert

 Allgemein:

  • Alle Schüler/innen verlassen für die Zeit der Herausforderung die Schule
  • Entlastung der Klassenlehrer/innen: Ein Team sichtet die Bewerbungen und spricht in Zweifelsfällen die Klassenlehrer/innen an

 

 

Auswahlliste der möglichen Projekte für 2015

 

Projekt

T1

Asphaltcowboys - eine Longboardtour planen und ausprobieren

T2

Eine besondere Er-„fahrung“: Zwei Wochen unterwegs auf zwei Rädern

T3

Paddeln - eine Kanutour planen und durchführen

W1

Ein echtes Abenteuer – Die Alpenüberquerung

W2

Auch ein Abenteuer: Eine mehrtägige Wander-Tour im Nahbereich (möglich ist z.B. die Durchquerung eines Mittelgebirges; das Abwandern der ehemaligen Grenze, …)

W3

Auf den Spuren der Mönche: Vom Kloster Loccum zum Kloster Volkenroda pilgern

K1

Lust auf Theater? - Ein Theaterstück schreiben - inszenieren - aufführen

K2

Hollywood in Göttingen: Wir drehen unseren eigenen Film

K4

„Ich erzähl euch was“ – Ein Buch schreiben

H1

Raus auf´s Land! – Leben und Arbeiten auf der Alm oder dem Bauernhof

H2

Leben und Arbeiten auf einer Burg

H3

Leben und Arbeiten im Kloster

H4

Raus in die Natur? Leben als Pfadfinder

E1

Helfen! – Tatkräftige Unterstützung für ein soziales Projekt

E2

Auf der Flucht sein, was heißt das eigentlich? – Engagement im Durchgangslager Friedland

P1

„Mayday, mayday!“ – Ein Funkgerät bauen

P2

Einen Außenbereich neu- oder umgestalten (z.B. einen Grillplatz bauen oder einen Garten gestalten)

P5

Rasender Reporter – Im Redaktionsteam Reportagen zum Herausforderungsprojekt schreiben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Genaue Projektbeschreibungen für die o.g. Projekte

 

Das Herausforderungsprojekt 2014

Eindrucksvolle Herausforderungen: Berichte, Fotos etc.

"It's not easy ..."

(bt.) ... sangen Rebecca, Leona und Jana aus der 8m – ein selbstgeschriebener Song, den sie in ihr Herausforderungsprojekt „Straßenmusik“ einbanden – der Song endet mit dem Vers: „It’s easy“ – und das ist gleichsam die Gewissheit, die viele, die sich ihren Herausforderungen allen Widrigkeiten zum Trotz stellten, am Ende daraus mitnahmen.
Die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs sind um wesentliche Erfahrungen reicher – Erfahrungen, die sie in der Schule, im relativ regelmäßigen und geordneten Ablauf des Schulalltags nicht hätten machen können. Das Herausforderungsprojekt am OHG – dem ersten Gymnasium in Deutschland - ist beendet – Zeit zurückzuschauen und Bilanz zu ziehen.
Am vorletzten Schultag, 29.7.2014, hatten Eltern, Freunde und Mitschüler sowie Lehrer die Möglichkeit, sich über die einzelnen Herausforderungsprojekte in der Schule zu informieren. Frau Engels bilanzierte: „Ihr wart toll!“ Wer nichts Neues ausprobiere, könne sich auch nicht weiterentwickeln. Etwas zu unternehmen, von dem man sich bis dato überhaupt nicht vorstellen konnte, dass man das hinkriegt, sei auch wichtig für die Zukunft, denn jetzt wüssten viele, dass in ihnen Fähigkeiten steckten, auf die man vertrauen könne.
Hannah Marienhagen und Meret Potthoff aus der 8m begrüßten alle Besucherinnen und Besucher und bedankten sich vorab erst einmal bei ihren Unterstützern: Lehrer, Studenten, Eltern und Sponsoren, als da wären: Frau Bühner, Frau Ernst, Herr Kulle, Herr Latermann, Herr Limberg, Frau Ritter, Frau Schareika, Frau Forkmann, Herr Germann, Frau Junkermann, Frau Kirstein, Herr Kratzin, Frau Wiehl, Frau Mädge, Frau Preuninger, Herr Schlienz, Herr Bestian und Frau Blomer auf Seiten der Lehrerschaft; folgende Studenten und Studentinnen unterstützen die Projekte: Lisa Schüler, Mira Idleine, Nadine Allwers, Anne Giffhorn, Anne Bergmann, Franziska Hornburg, Malte Hegeler, Caroline Zeugner und Ann-Kathrin Diedrich.
Von seiten der Eltern waren besonders eingebunden und aktiv: Frau Hagenuth-Goers, Herr Thiel und Frau Schultheiß und da solche Projekte ohne Sponsoren nicht zu bewältigen sind, geht ein ganz besonderer Danke an: Thomas Oppermann (MdB), Hans Henning Nolte, Jürgen Hinse, Volkar Matthias, Firma ETAG, Steuerbüro Marienhagen, Firma Marienhagen, Firma Naturkosmetik, Heike Flemming, Karl Heinz Hesse GmbH, Familie M. Wirth, Olaf Schmidt, Familie Christiansen, Wolfgang Ebeting, Dirk Nolte, Dr. Burkhardt Pohl, Claudia Marienhagen, K. Schütze und C. Kupsch, Südstadtpraxis, Marion Jütte und Familie Hertel.
Unisono lautet das Fazit in den Gruppen: Es war anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Und mitunter hat man auch gehört: „Zu Hause ist es doch am schönsten! “
Bleibt zu hoffen, dass das Herausforderungsprojekt eine Neuauflage erfährt – der Organisationsaufwand ist enorm! An anderen Schulen, Hochschulen und Internaten laufen solche Projekte z. T. als „Outdoor Education“ bereits sehr erfolgreich und sind integraler Bestandteil des Schulprogramms, sodass damit für das OHG vielleicht eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft gestellt werden konnte.

Herausforderungsprojekt

(Wil.) Vom 14.07. – 25.07.2014 werden sich alle 8. Klässler des OHG einer individualisierten Herausforderung stellen – dies will gut vorbereitet sein.

Nun geht es also endlich los! Alle Schüler/innen des 8. Jahrgangs sitzen zu Beginn der ersten Stunde gespannt in der oberen Pausenhalle, die Begleiter/innen (Eltern/Studierende/Lehrkräfte) der jeweiligen Gruppen stehen mit Schildern bestückt, auf denen der Projektname steht, außen herum. Es wird allen deutlich, wie groß die Bandbreite der Herausforderungen sein wird: über Gespräche mit alten Menschen im Seniorenheim, das Leben im Kloster, bis hin zum Wandern in den Alpen.

Die Schüler/innen werden von Frau Engels begrüßt, die noch einmal darauf hinweist, welche große Chance dieses Projekt für alle Schüler/innen bietet. Schließlich ist es bislang einmalig, dass ein Gymnasium einem ganzen Jahrgang zwei Wochen lang ermöglicht, sich individuellen Herausforderungen zu stellen, die außerhalb der fachgebundenen Lehrpläne liegen. Sie betont auch noch einmal, dass nun die Schüler/innen in der Verantwortung dafür stehen, dass IHR Projekt gelingt.

Wir sind alle sehr gespannt und freuen uns darauf zu erleben, wie sich dieses Pilotprojekt entwickelt.

Cool

Projektliste 2014

 

Das Redaktionsteam berichtet ...

Am 14.7.2014 startete das Herausforderungsprojekt der 8. Klassen.

Das Redaktionsteam hat mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gesprochen und folgende Berichte fertiggestellt: