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Otto-Hahn-Gymnasium
 
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Projekt: Eine Schule liest ein Buch

 

Huckleberry Finn's Abenteuer von Mark Twain

28. und 29. August 2003

Als Mark Twain 1876 mit den Abenteuern des Tom Sawyer Weltruhm erlangte, auch jenseits der Grenzen der USA, war ihm bald klar, dass er sich eine Fortsetzungsgeschichte einfallen lassen musste. Acht Jahre brauchte der Journalist, der eigentlich Samuel Langhorne Clemens hieß, um dem Lausejungen Huckleberry Finn für immer einen Platz in der Weltliteratur zu verschaffen.

Das OHG hat sich dazu entschlossen, ein Projekt zu starten, das sich "Eine Schule liest ein Buch" nennt. Es ist vorgesehen, dass alle Klassen der Jahrgangsstufen 7-13 sowie das gesamte Kollegium in den Sommerferien das berühmte Jugendbuch von Mark Twain "Huckleberry Finn" lesen. Und nicht nur das, sondern man plant in möglichst vielen Unterrichtsfächern über das Buch zu sprechen und damit zu arbeiten. Vielleicht sieht unser Sportunterricht dann bald so aus, dass wir mit einem Floß auf der Leine fahren.

Es ist einzigartig in ganz Deutschland, dass eine ganze Schule ein Buch liest und gerade nach den alarmierenden Ergebnissen der Pisastudie sollen die SchülerInnen zum Lesen wieder neu motiviert werden, zumal in der heutigen Zeit zu viele Jugendliche nur noch vor dem Fernseher oder dem Computer "abhängen".

Der Roman liefert eine ausführliche Beschreibung der Menschen und Orte am Ufer des Mississippi und gibt ehrliche und leidenschaftliche Einblicke in die Verhaltensweisen dieser Zeit. Es ist zudem ein Buch, das den alltäglichen Rassismus damals sehr klar und deutlich skizziert, wobei es jedoch nicht als Anti-Rassismus-Roman veröffentlicht wurde. Huckleberry Finn erzählt von seinen Abenteuern auf dem großen Strom, von der treuen Kameradschaft des einfältigen Schwarzen Jim und von all den Verwirrungen und Aufregungen, die seine Geschichten nach sich ziehen. Der großartige Humor wird von der rauhen Wirklichkeit bestimmt, von dem starken Willen des Jungen, wie ein Mann die Abenteuer der Welt zu bestehen und für sich wie für den gefangenen Sklaven Jim die Freiheit zu erlangen.

     
Herr Bolte und Herr Jaek haben dieses Projekt ins Rollen gebracht und nun werden zunächst einmal ca. 350 Exemplare bestellt, die sich die SchülerInnen dann ab der kommenenden Woche an einem Stand in der Schule kaufen können. Die Initiatoren gehen davon aus, dass viele SchülerInnen "Huck Finn", ein Klassiker unter den Jugendbüchern, in welcher Ausgabe auch immer, bereits besitzen. Aber wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, "wird eben nachbestellt!", so Herr Bolte.
Wir dürfen gespannt sein auf diesen Unterricht der ganz anderen Art, der uns nach den Sommerferien am 28. und 29. August erwartet; vieles hängt natürlich auch von den Beiträgen und Ideen, Gedanken und Anregungen aller Leser ab – in diesem Sinne wünschen euch und Ihnen eine spannende Lektüre
Alena Brekerbohm, Corinna Tischer, Vera Teubner und Inken Hitzemann - für OSR
(Illustrationen:www.ebay.de)

 

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Und so wurde das Projekt von der Klasse 7M zusammen mit ihrer
Klassenlehrerin Frau Siebert umgesetzt: